Die Lösung

Die Lösung dieses Problems ist eine Abscheidung des CO2´s aus dem Abgasstrom und eine anschließende Speicherung im Erdinneren. Dieser Abscheideprozess wird mit dem Begriff CCS (Carbon Capture and Storage) bezeichnet. Vorreiter dieser Technologie ist Norwegen, wo bereits seit 1996 CO2 bei der Erdgasproduktion abgeschieden und in tiefen Formationen im Meeresgrund gespeichert wird. Klimaneutralität kann auf diese Weise durch die Nachrüstung aller in Betrieb befindlichen Kraftwerke mit CCS-Anlagen erreicht werden. Je schneller die Nachrüstung erfolgt, desto weniger CO2 wird zusätzlich in die Atmosphäre emittiert.

Wiederverwendung ausgeschöpfter Erdölvorkommen

Die unterirische CO2 Speicherung trifft jedoch auf Widerstand in der Bevölkerung, da Erfahrungswerte über die Gas-Dichtigkeit der unterirdischen Speicher nicht vorliegen und die Befürchtung einer Leckage verbunden mit dem Freiwerden des gespeicherten CO2´s besteht - sie ist jedoch momentan alternativlos. Eine Speicherung des CO2 ist in ausgebeuteten Gas- oder Erdöllagerstätten, in salinen Aquiferen oder im Meeresuntergrund möglich. Laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist für „sorgfältig erkundete und für geeignet befundene Standorte bei ordnungsgemäßem, dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechenden Betrieb davon auszugehen, dass die Speicherung von CO2 im geologischen Untergrund mit nur geringfügigen Risiken behaftet ist“. Hierbei sei anzumerken, dass zumindest ausgeschöpfte Erdölund Erdgasgasvorkommen ideale Speicherorte sind, da sie nachweislich über Millionen von Jahren das Gas und Öl sicher gespeichert hatten und bereits seit Jahren als Zwischenspeicher für Erdgas genutzt werden. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt zu diesem Ergebnis. Sie stellte beim Petersberger Klimadialog 2019 fest, dass es auch 2050 noch CO2- Emissionen geben wird. Deshalb muss man „alternative Mechanismen finden, wie man das CO2 speichern oder kompensieren kann. Da jedoch ein Aufforsten in den Industrieländern nur begrenzt möglich sei, müsse das neu gebildete Klimakabinett über CO2-Speicher reden“.